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Firenze
Im Jahr 59 v. Chr. errichteten die Römer eine kleine Kolonie am Fluss Arno. Die Spiele (Ludi Florales) zum Anlass der Gründung fanden vom 28. April bis zum 3. Mai zu Ehren der Göttin Flora statt. Die Ansiedlung wurde Florentia genannt.

Seit dem frühen Mittelalter stützte sich Florenz auf die Textilindustrie und nutzte das Wasser des Flusses für das Waschen und Schwemmen der unbehandelten und fertigen Stoffe. Bereits im 12. Jahrhundert arbeiteten zirka dreißigtausend Personen in den Webereien.
Und eine bekannte Familie von Textilherstellern, die Rucellai, beauftragten Leon Battista Alberti mit dem Entwurf und dem Bau des gleichnamigen wundervollen Palastes.

Vor dem 1. Weltkrieg führten zahlreiche Brücken über den Fluss Arno. Bei der Kriegsoffensive im Jahr 1944 wurden alle Brücken gesprengt. Nur die älteste Brücke von Florenz, der Ponte Vecchio, der den Fluss an seiner schmälsten Stelle überquert, blieb unversehrt. Ihren Namen erhielt die Brücke bereits Anfang des 14. Jahrhunderts, als nach häufigen Überschwemmungen der Bau einer Brücke aus Stein in Auftrag gegeben wurde, die sich von dem bereits vorhandenen Ponte Nuovo oder Ponte della Carraia unterscheiden sollte.

Die berühmten Läden entlang der Brücke, die heute fast ausschließlich wunderbare Goldschmiedegeschäfte beherbergen, gab es bereits im 13. Jahrhundert. Damals hatten hier jedoch Metzger und Fischer und später auch Gerber ihren Sitz, da diese das Flusswasser zum Einweichen der Häute vor dem Gerben benötigten.

Im Jahr 1565 gab Cosimo I. dem Architekten Giorgio Vasari den Auftrag für den Bau eines zirka einen Kilometer langen Übergangs (Korridors), um den Palazzo Vecchio, politischer und administrativer Sitz, mit dem Palazzo Pitti, dem Privatrefugium der Medici, zu verbinden.
In der Mitte der Brücke steht wie ein weltlicher Beschützer die um das Jahr 1900 geschaffene Büste von Benvenuto Cellini, einer der berühmtesten florentinischen Goldschmiede der Renaissance. Ein anderer, nicht ganz so bekannter, aber ebenso fleißiger Goldschmied war Tommaso del Ghirlandaio, Vater des Malers und Goldschmieds Domenico del Ghirlandaio, der sich mit der Herstellung von silbernen Haarkränzen für die Mädchen von Florenz einen Namen machte. In der Werkstatt von Domenico unternahm auch der junge Michelangelo seine ersten künstlerischen Versuche.

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Das Zentrum von Florenz, in dem es immer von Touristen aus aller Welt wimmelt, mischt völlig ungezwungen die Lebhaftigkeit des täglichen Lebens mit der erhabenen Ewigkeit. Mittelpunkt des Zentrums ist die Piazza del Duomo und bei einer Pause an einem der zahlreichen Tische der Straßencafés wird man förmlich von der allgegenwärtigen Schönheit geblendet.

Die Kathedrale Santa Maria del Fiore ist eine der schönsten Kirchen Italiens, ein wahres Schmuckstück aus Marmor. Der Grundstein zu diesem Gebäude wurde im Jahr 1296 nach den Plänen von Arnolfo di Cambio gelegt. Sie ist die größte Kirche Europas und ein Beispiel dafür, dass Florenz auch bei der Größe seine Vorrangstellung behaupten wollte.
Die berühmte Kuppel, die eindrucksvoll über dem Domplatz und dem umliegenden Straßengewirr thront, ist ein Meisterwerk der Ingenieurskunst und wurde von Filippo Brunelleschi entworfen, der dabei von Alberti unterstützt wurde. Dieser verkündete in seiner 1452 verfassten Abhandlung über Architektur „De Re Aedificatoria“ seine Absicht mit visionärem Stolz: sie muss „groß genug sein, um alle Toskaner mit ihrem Schatten zu bedecken“. Brunelleschi gewann so den vom Ältestenrat ausgeschriebenen Wettbewerb, die Bauarbeiten waren jedoch für ihn bis zuletzt eine schwere Herausforderung. Nur wenige waren nämlich überzeugt, dass so ein Riesenbau dauerhaft halten konnte. Die Arbeiten für die Laterne an der Kuppelspitze wurden aufgrund der Ängste seiner Verleumder unterbrochen. Die Kathedrale fasst dreißigtausend Personen, die einst das geeignete Publikum für die beißenden Bemerkungen von Savonarola waren. Der berühmte Dominikanermönch prangerte in genau diesem Tempel der Kunst den Libertinismus seiner künstlerischen Zeitgenossen an: seiner Meinung nach stellten die einheimischen Maler die Jungfrau Maria wie eine Prostituierte dar.
Das Kircheninnere ist sehr streng und wenig geschmückt, um der suggestiven Weite des Raums und den titanischen Ausmaßen die Vorherrschaft zu geben. Jedes Detail wurde jedoch von den größten Meistern der Bildhauer- und Malerkunst erschaffen: von Paolo Uccello stammen die Häupter der Propheten, die die Uhrkugel schmücken. Die farbigen Fenster entwarf hingegen Lorenzo Ghiberti, jener Bildhauer, der anschließend die östlichen Tore des Baptisteriums schmiedete.

Beeindruckend ist auch der Glockenturm, einer der schönsten mittelalterlichen Türme Italiens. Der Entwurf stammt vom Stadtbaumeister Giotto, der den mehrfarbigen Stil des Domentwurfs von Arnolfo di Cambio respektierte. Auch Andrea Pisano, der Bildhauer der Nordtore des Baptisteriums, beteiligte sich am Bau des Glockenturms, der eine Höhe von zirka 85 Metern erreicht. Die Statuen und Tiefenreliefs stammen von Donatello und Luca della Robbia.

Das im Jahr 1560 als Zusammenschluss von Verwaltungsräumen für den Großherzog Cosimo I. errichtete Gebäude beherbergt heute eine der bedeutendsten Kunstsammlungen der Welt, die in 65 Sälen untergebracht ist und der italienischen Renaissance besonderen Raum widmet. Die weltlich gesinnten und großzügigen Förderer von Florenz haben das künstlerische Panorama mit Szenarien geschmückt, die von den üblichen religiösen Darstellungen abweichen. Aber zu welchem Preis? Die Betrachtung des von Pontormo gemalten Portraits von Cosimo il Vecchio vermittelt eine Ahnung davon. Niemals zuvor wurde die Last der Macht physiognomisch eindrucksvoller dargestellt, als durch die Steifheit und Missgunst des Gesichtes und den deformierten und arthritischen Zeigefinger, der krallenartig die andere Hand umfängt.

Bevor wir nun einige der berühmtesten Maler der Welt nennen, möchten wir auf eine Statue hinweisen, die den englischen Dichter Byron zum Ausspruch „ich bin geblendet und trunken von ihrer Schönheit“ veranlasste: Es handelt sich dabei um die Mediceische Venus, eine römische Marmorkopie des griechischen Originals, die als eine der erotischsten Statuen des Altertums angesehen wird.

Bei dieser unglaublichen Vielfalt von Künstlern, die von Duccio da Boninsegna bis zu Cimabue, von Filippino Lippi bis zu Parmigianino, von Leonardo da Vinci bis zu Giovanni Bellini und von Masaccio bis zu Pollaiolo reicht, möchten wir kurz bei den Werken “Die Geburt der Venus” und “Der Frühling“ von Sandro Botticelli verweilen, die zu viel geliebten inoffiziellen Emblemen von Florenz wurden und in der ganzen Welt bekannt sind. Auch bei der Geburt der Venus versucht die Göttin, der mediceischen Statue gleich, Brust und Scham zu bedecken. Eine Fülle goldblonden Haares dient ihr als Mantel, eine vom Westwind Zephir angetriebene Muschelschale bringt sie zur Küste, wo sie eine Frauengestalt erwartet, um sie in ein rosafarbenes Blumengewand zu hüllen. Bei beiden Kunstwerken haben die weiblichen Hauptdarstellerinnen etwas gemeinsam, und zwar eine leuchtend weiße Haut, die wie durch eigenes Licht zu strahlen scheint. Die Quelle dieses Lichtes ist nicht erkennbar, man nimmt nur seine Ausbreitung wahr, ohne Schatten, ohne Hindernisse und unsterblich, denn auch das Licht bewegt sich in der Zeit, in einem Jubel aus mythologischen und philosophischen Allegorien, der das Wissen und die Erkenntnis der Klassiker als eine freudige Erfahrung darzustellen scheint.

Der von Cosimo geförderte Philosoph Marsilio Ficino bemerkte, dass genauso wie das Wissen den Geist perfektioniert, sich die Malerei manchmal in Geist verwandelt, um die Materie zu kultivieren.

Der Platz liegt direkt vor dem Palazzo Vecchio, dem ältesten öffentlichen Baudenkmal von Florenz. Einst waren hier die Abgeordneten der republikanischen Regierung, die so genannte Signoria untergebracht. Heute ist das Gebäude Sitz der Stadtverwaltung, viele Säle sind jedoch für das Publikum geöffnet. Absolut sehenswert ist der Saal der Fünfhundert, der von Vasari entworfen wurde. Von ihm stammen auch die 39 Deckenpaneele, die die Verherrlichung von Cosimo I. darstellen.
An der Wand gegenüber dem Eingang steht Michelangelos Statue „Genius des Sieges“ (der Genius tötet die Vernunft), mit der Cosimo seinem Sieg über Siena gedachte. Interessant ist auch die “Sala della Cancelleria”, das Studierzimmer Machiavellis.

Der Platz wird auf der westlichen Seite von der gleichnamigen Loggia mit drei Bogengängen eingerahmt, die gegen Ende des 14. Jahrhunderts errichtet wurde und als Schutz für die amtlichen Würdenträger während der öffentlichen Kundgebungen diente. Die Loggia ist mit zwei berühmten Skulpturen geschmückt: dem “Perseus” von Cellini, die als die schönste Bronzestatue Europas angesehen wird, und Giambolognas Kunstwerk “Raub der Sabinerinnen”, eine meisterhafte Verflechtung von Körpern in extremer Bewegung, das aus dem größten, je nach Florenz gebrachten Marmorblock herausgehauen wurde.

Gegenüber dem Palazzo Vecchio sind auf der linken Seite des Platzes weitere Statuen aufgereiht, unter denen der David von Michelangelo, hier als Kopie gezeigt, sicherlich die Bekannteste ist. Das Original dieses jugendlichen Kriegers, der mit seinem Blick auf ewig den Feind herauszufordern scheint, ist in der Galleria dell'Accademia ausgestellt und stellt das Symbol für die Niederlage der Tyrannei (der Medici) dar. Es lohnt sich, die Statue zweimal zu bewundern: Einmal, um sich dem überschäumenden Glauben Michelangelos in die menschliche Kraft und seiner einzigartigen handwerklichen Fähigkeit als „bildhauerisches Genie“ zu ergeben, der einen Marmorblock bearbeitete, der beinahe vor Leben bebt. Das zweite Mal, um im Antlitz Davids jene mürrische Sanftheit zu entdecken, die ihn zu seiner vom Mythos geraubten Jugend zurückführt.

Dank dem “Opificio e museo delle Pietre Dure”, dem Museum der Steinschneidekunst, (wo man manchmal der Restaurierung eines Werks durch Fachleute beiwohnen kann), ist Florenz zum berühmten Ausbildungsort kunstfertiger Restauratoren geworden, die Objekte aus Elfenbein, Perlmutt, Schildpatt, Onyx, Alabaster und Horn instand setzen können. Eine stundenlange Arbeit, die handwerkliche Fertigkeit und Geduld verlangt, damit wunderschönen, antiken Objekten und oft auch zerbrechlichen und kleinen Gegenständen wie Anhängern und Fächern ein zweites Leben geschenkt wird.

Der Flohmarkt auf der Piazza die Ciompi ist ein heiterer Querschnitt von nützlichen und überflüssigen Dingen: Möbel und antike Gegenstände, Bilder, alte Fotografien, moderne Antiquitäten, alte Bücher, Schmuckstücke (beachtenswert der Modeschmuck der 30er und 40er Jahre), Puppen und Spielzeug von einst aus Holz und Blech… eine schimmernde Welt für Ihre Suche nach der verlorenen Zeit.

Der Mercato Centrale auf dem Marktplatz ist mit seiner unüberschaubaren Anzahl von Ständen und Kiosken der wichtigste Lebensmittelmarkt der Stadt. Die Markthalle zählt zu einer der größten Hallen in Europa. Hier findet man nicht nur die typischen toskanischen Delikatessen, sondern kann auch einen schnellen und schmackhaften Imbiss zu sich nehmen.

Der Markt von San Lorenzo ist hingegen ein Labyrinth aus engen Straßen, die sich um die gleichnamige Kirche schlängeln. Das Geheimnis ist, sich durch die Gassen treiben zu lassen, an den Wägen der „Trippai“ delikat zubereitete Kutteln zu probieren und eine reiche Auswahl an handwerklichen Ledererzeugnissen wie Gürtel und Schuhe zu entdecken. Das Viertel von San Lorenzo ist immer Schauplatz folkloristischer Veranstaltungen und bietet viel Unterhaltsames für Kinder. Es ist auch die bevorzugte Bühne der Jongleure und Straßenkünstler.

Die jahrhundertealte Tradition der Kunst- und Handwerksgewerbe wird hier noch immer ausgeübt und vom Namen einiger Straßen in Erinnerung gerufen: Via dei Fibbiai (Gürtelschnallenhersteller), Via degli Arazzieri (Gobelinwirkereien), Via degli Spadai (Waffenschmiede). Viele Werkstätten beziehen sich auf die Via della Porcellana im Viertel von Oltrarno. Das handgefertigte marmorierte Papier und die kunstfertigen Leinenstickereien sind eine weitere Spezialität von Florenz.

Die seit Jahrhunderten bestehende florentinische Küche stützt sich auf alte Traditionen und ignoriert moderne Einflüsse, die rasch ihren Reiz verlieren. Sie zeichnet sich durch einfache Zutaten aus, die jedoch mit meisterhafter Kunst verarbeitet werden.

Erste Gänge
Das Grundnahrungsmittel der einheimischen Gerichte ist das Brot. Hier einige Vorschläge:
Die Brotsuppe, mit altbackenem toskanischem Brot, schwarzblättrigem Grünkohl (unentbehrlich), Karotten, Sellerie, Kartoffeln, Wirsing, Mangold, verschiedenen Bohnensorten, Zwiebeln, kalt gepresstem Olivenöl, Knoblauch und Pfeffer.
Die „Panzanella“, ein Brotsalat aus in Wasser eingeweichten Brotkrumen mit Gemüse und manchmal mit Gewürzen.
Die „Pappa col pomodore“, eine Brot-Tomaten-Suppe, die es zu literarischen Ehren gebracht hat: sie wurde auch bei Gianburrasca erwähnt.

Die Nudelgerichte verzichten auf Brot und sind wahre Leckerbissen für Feinschmecker, wie z. B. die „Casseruola alla fiorentina“: kurze Nudeln oder Bandnudeln werden mit Spinatsauce, Pilzcreme und Wurststückchen vermischt und mit einer Mischung aus Ricottakäse und Eiern bedeckt. Das Gericht wird lauwarm serviert und schmeckt besonders gut im Frühling.

Hauptgerichte:
Bei den Hauptgerichten steht das Steak im Mittelpunkt und auch hier verlässt sich die Küche auf die meisterhafte Zubreitung einfacher Nahrungsmittel.
Das berühmte Florentiner Steak unterliegt jedoch unanfechtbaren Gesetzen: Es darf nur bestes, gut abgehangenes Rindfleisch mit Knochen und einer Dicke von mindestens fünf Zentimetern verwendet werden, das am Holzkohlengrill zubereitet und innen noch roh serviert wird. Ein gut durchgebratenes Steak gilt in Florenz als Blasphemie.
Eine langsame und geduldige Zubereitung ist hingegen beim „Bollito“ (gekochtes Fleisch) und der gekochten Rinderzunge gefragt, die beide kalt mit einer grünen Sauce aus Petersilie, Eiern und Sardellen serviert werden.

Bei einem anderen typischen Rezept wird erneut Brot verwendet: „Pollo alla fiorentina“, Hähnchen auf Florentinerart. Dabei handelt es sich um Hähnchenbrust, die mit cremigem Käse, Spinat, Zwiebel, Sellerie, Pfefferschote, Knoblauch und einer großzügigen Schicht Paniermehl zubereitet wird.

Süßspeisen
Die charakteristischste Süßspeise ist die „Schiacciata“, zwei Teigschichten mit einer Füllung aus dunklen, mit Zucker bestreuten Trauben, die mit warmem Öl beträufelt werden. Die Schiaccata wird mit einigen Rosmarinblättern serviert.
Die „Frittelle“, kleine runde Krapfen, passen ausgezeichnet zum Vinsanto.
Die „Ceni“ sind frittierte Teigstücke, die mit Puderzucker bestreut werden.

Göttliches Scheitern
Die Toskana widmet dem Wein Hingabe, eine vorzügliche Qualität und die „Strada del Vino della Costa degli Etruschi“ (Weinstraße der Etruskerküste), die auf europäischem Niveau anerkannt wird.
Das Scheitern an der Weinkarte ist auf die Qual der Wahl zurückzuführen: Chianti, Chianti classico, Dogajolo (weinig und fruchtig, mit leichtem Kirscharoma), Brunello di Montalcino, Vernaccia di San Gimignano, Pomino… sind Sie noch unentschlossen? Trinken Sie ein Glas und lassen Sie sich beraten. Die Restaurants sind gastfreundlich und einladend.



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Das im frühen Mittelalter entstandene Wappen von Florenz ist die Stilisierung einer roten Lilie, eine in diesem Gebiet als weiße Abart weit verbreite Blume.
Von der römischen Kolonie sind im Stadtzentrum bis heute Reste römischer Straßen erhalten geblieben (Via dei Tornabuoni, Via degli Strozzi und Via del Proconsolo; die Piazza della Repubblica war zweifellos der Platz des alten römischen Forums.
Dank dem unerschöpflichen Reichtum an künstlerischen und architektonischen Sehenswürdigkeiten stellt Florenz eine beeindruckende Synthese der italienischen Geschichte dar. Die von mittelalterlichen Stadtmauern umschlossene historische Altstadt ist ein wahres Freiluftmuseum und wurde im Jahr 1982 zum Unesco-Weltkulturerbe ernannt.

Auch die italienische Sprache, die Umgangssprache „Volgare“, die aus einer Myriade von Städten eine Nation bildete, entstand mit Dante Alighieri, Diplomat und Politiker aus Florenz. Eine Arbeit von unglaublicher Intelligenz, die die allgemeine strukturelle Basis von vierzehn verschiedenen italienischen Dialekten (eine besondere Vorliebe hegte der Dichter für das „siciliano illustre“) feststellte und das italienische Volk auf elegante Weise von Grund auf verband. Wenn es eine Art Intelligenzquotienten bzw. einen Quotienten der italienischen Art gäbe, dann stände Florenz, die Wiege der Renaissance und des Humanismus, wirtschaftlicher, kultureller und politischer Motor Italiens, ganz sicher an erster Stelle. Florentiner beweisen sich auch als Säulen der heutigen Wirtschafts- und Finanzwelt.
Bankleute aus Florenz haben einst den Scheck als Zahlungsmittel, die Lebensversicherung, das Darlehen, den Wechsel und die doppelte Buchführung erfunden. Die Bedeutung und der Einfluss der alten Kreditinstitute waren ausschlaggebend für die Finanzierung der Meisterwerke der Renaissance.

 
 
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