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Etruskerküste

Das Küstenland zwischen Livorno und Populonia ist als Etruskerküste bekannt. Landstriche einzigartiger natürlicher Schönheit verbunden mit Geschichte, Kunst, Archäologie und Gastronomie. Der Liebreiz und der gute Ruf der Etruskerküste lockt Besucher aus aller Welt heran, denn dieses Land ist für alle voller Überraschungen und Anreiz.

Zwischen den sanften Maremma-Hügeln und dem kristallklaren Blau des tyrrhenischen Meers eingebettet verbergen sich wahrhafte Juwelen: Mittelalterliche Orte mit ihrer intakt erhaltenen, großartigen Ausstrahlung sind eine Entdeckungsreise durch die Gassen, Palazzi, Piazze und die Stille wert.

Dieses bezaubernde mittelalterliche Dorf wurde auf einem Hügel gebaut. Sein Ursprung liegt weit zurück. Bereits 1109 gibt es Spuren eines Bidoni, wahrscheinlich handelte es sich um eine Person etruskischer Abstammung (Vipi), das danach im Lateinischen in Vibius umgewandelt wurde.
Die effektive Geschichte des Städtchens reicht jedoch bis 1490 zurück, als die ersten Statuten niedergeschrieben wurden. Lange war das Städtchen von Florenz und Pisa umstritten, folgte dann dem Werdegang des Großherzogtums Toskana. Der Großteil der ehemaligen Sumpflandschaft wurde von Leopold II. trocken gelegt und wohnbar gemacht (Bonifiche Leopoldine).

Heute zählt Bibbona nur etwas über 3000 Einwohner.
Typisch für die Altstadt sind die mit Steinplatten gepflasterten Straßen, an denen Gebäude mit großartigem künstlerischem und historischem Wert gebaut wurden, wie das alte Rathaus mit seiner mittelalterlichen Anlage und die im Jahr 1589 errichtete Kirche San Giuseppe. Einen Besuch Wert ist auch die Kirche Santa Maria della Pietà.
In der Nähe der Ortschaft kann die Macchia della Magona, ein über 1.600 Hektar großer Wald mit vielen Wegen und Naturpfaden besichtigt werden.
Im Wald ist ein biogenetisch geschütztes Naturschutzgebiet mit typischen Pflanzen der mediterranen Macchia zu sehen. Das Küstenland ist vor allem aufgrund seiner Pinienwälder bekannt, die sich bis zu den langen, hellen Sandstränden hin erstrecken.

Zur Osterzeit stehen hier einige Termine am Kalender:
Verkostungen von kaltgepresstem Olivenöl, der Palio delle botti mit dem traditionellen Wettkampf der Ortsteile, die heilige Darstellung der Leiden Christi mit der Prozession durch die Straßen der Stadt am Karfreitag.

Nicht zu vergessen ist auch die Viehmesse: Sie findet jedes Jahr in La California statt und absoluter Mittelpunkt der Messe sind die Rinder der Rasse "Chianina".

Marina di Bibbona gehört zu den beliebtesten Fremdenverkehrsorten der Etruskerküste. Diese Ortschaft ist aufgrund der von den Franzosen im Jahr 1700 errichteten Befestigung auch als Marina del Forte bekannt. Auch heute noch ist die Festung vom Strand aus ersichtlich.

Die Strände von Marina di Bibbona haben die typischen Dünen und sind aus feinem, hellem Sand. Abgegrenzt werden sie durch mediterrane Pinienwälder mit all ihrer Farbpracht und ihren Düften.

La California. Kurios ist der Name dieses Gebiets, das sich durch weitläufige, bebaute Ebenen und nur wenige Bauernhäuser auszeichnet. Er ist auf eine typische Auswanderergeschichte zurückzuführen. Ein Einwohner von Bibbona ist im vergangenen Jahrhundert nach Kalifornien ausgewandert. Nach seiner Rückkehr nach Hause hat er einen Bauernhof gebaut und ihn nach dem Land benannt, in dem er sein Glück gefunden hatte. Der Name wurde dann auf das ganze Gebiet ausgeweitet.

Sassetta ist ein kleines, zauberhaftes, auf einem mit Kastanienbäumen übersäten Hügel errichtetes Städtchen mit wunderbarem Ausblick aufs Meer.
Die Ortschaft ist rund um die mittelalterliche Burg entstanden.
Im Städtchen sind wichtige Zeugen seiner Vergangenheit zu sehen, wie ein romanisches Taufbecken, das Madonnagemälde aus dem Jahr 1400, ein Reliquienkreuz aus Bergkristall und weitere Gemälde in der Kirche Sant´Andrea Apostolo.

Die Ortschaft ist ein beliebtes Ausflugsziel für Wanderer, Radfahrer oder Reiter, die die vielen Wanderwege und eingerichteten Pfade nutzen.
Im Grünen der Wälder, mitten in der wunderschönen Landschaft und unter der leicht salzigen Brise, die vom nahen tyrrhenischen Meer herrührt, steht den Agriturismo-Betrieben und dem Verkauf typischer Produkte nichts im Wege.

Im Herbst, der hier immer besonders schön und mild ist, finden imponierende Veranstaltungen zur Darstellung alter Traditionen statt.
Wie auch die "Giostra medioevale" mit dem Festumzug in mittelalterlicher Kleidung. Des Weiteren lassen auch die Fahnenschwenker mit ihrer Darbietung die Farben und Stimmung des Mittelalters am Stadtplatz wieder aufleben. Sehenswert ist auch der "Palio dei ciuchi", der Tradition mit Vergnügen vereint.

An den Festtagen wird mit typischen Speisen aufgekocht: Dazu gehören das originelle "cinghiale alla sassetana" (Wildschwein nach Sassetana Art), verschiedene Gerichte mit Pilzen, Suppen, hausgemachte Süßspeisen wie in Öl eingelegte Feigen und der Ziegenkäse.
Und zum Glück eines jeden Feinschmeckers wird am Stadtplatz ein Riesenspieß zubereitet. Natürlich werden alle Speisen von den wunderbaren Weinen der Etruskerküste begleitet.

Dieses wirklich schöne mittelalterliche Städtchen erwartet Sie hinter den Stadtmauern, um Ihnen seinen ganzen Reiz zu offenbaren. Suvereto wurde im Jahr Tausend gegründet und ist ein wahres Juwel architektonischer Harmonie. Hierher gelangen Sie durch die Kastanienwälder, Korkeichenplantagen und mediterrane Macchia. Die Ortschaft glänzt auch heute noch im alten Stil: Enge, mit Steinen gepflasterte Straßen, alte Palazzi und schattige Kirchenkreuzgänge. Das im Herzen der Weinstraße gelegene Suvereto ist ein beliebtes Ziel für Touristen und Feinschmecker, die neben der schönen Landschaft auch das umfangreiche Gastronomieangebot dieses Gebiets genießen, das sicherlich zu den großzügigsten Italiens zählt. Alle Betriebe und Hersteller, gleich ob groß oder klein, bieten die Frucht ihrer Leidenschaft feil. Zwischen den Jahrhunderten alten Olivenhainen und wunderbaren Weinbergen finden Sie sicherlich Ölpressen und Agriturismo-Betriebe, in denen Sie erstklassige Produkte der Toskana verkosten und einkaufen können.

Das Stadtzentrum
Das Stadtzentrum von Suvereto ist zwischen der fünfeckigen Stadtmauer mit ihren acht Wachtürmen eingebettet. Das im 13. Jh. errichtete Rathaus zählt zu den schönsten Zeugen für italienische profane Baukunst. Die Kirche San Giusto wurde um das Jahr Tausend im romanischen Stil mit byzantinischen Dekorationen gebaut. Angrenzend an die Kirche steht das Museum für sakrale Kunst. Am Hügel der Ortschaft steht die Rocca, die einst zum Schutz des Schlosses diente. Wunderschön sind auch die Kirche der Madonna di Sopra Porta und die Heiligkreuzkirche. Von besonderem architektonischem Interesse ist auch der alte öffentliche Brunnen, der seinerzeit zu häuslichen Zwecken diente.

Suvereto bietet seinen Gästen und Einwohnern zahlreiche Veranstaltungen: ausgehend von den Dorffesten und Gastronomieevents bis hin zu Kultur- und Folkloreveranstaltungen.

 


Eine der schönsten Ortschaften der ganzen Etruskerküste (auch wenn jeder Zipfel dieses Lands wunderbare und eindrucksvolle Ansichten bietet).
Campiglia scheint sanft im Arm des Hügels zu ruhen, den Blick auf das weite Land und bis hin zum Meer gerichtet.
In der Ortschaft sind bedeutende Spuren der etruskischen, römischen und mittelalterlichen Kultur erhalten.

Wunderschön sind die Kirchen: die Pfarrkirche San Giovanni, ein beachtliches Beispiel des romanisch toskanischen Stils, und die im 13, Jh. errichtete Kirche San Lorenzo.
Im Palazzo Pretorio, dem früheren Sitz der politischen und militärischen Macht, sind heute ein wichtiges Archiv und ein Museum untergebracht, in dem besonders wertvolle archäologische Stücke einen Besuch wert sind.

Im wunderbaren Freilichtmuseum, dem Archäologischen Bergbaupark San Silvestro können Sie die beeindruckende Geschichte der Metallverarbeitung von den Etruskern bis zu den darauf folgenden Jahrhunderten verfolgen. Der Park erstreckt sich über 45 km2 zwischen Campiglia und San Vincenzo. Hier stoßen Sie auf einer eindrucksvollen Reise durch die Geschichte auf Bergwerke, Gruben, Brunnen und Stollen.
In diesem Teil Italiens, der so reich an alten Traditionen ist, sind auch die Veranstaltungen und historischen Darstellungen besonders zahlreich. Die Musik- und Theatersaison ist ebenfalls sehr umfangreich, aber auch gastronomische Veranstaltungen kommen hier natürlich nicht zu kurz.

Im Mai wird die Giornata Storica gefeiert, wo das alltägliche Leben und die alten Handwerke in Kostümen der Zeit dargestellt werden. Die ganze Ortschaft nimmt an dieser Veranstaltung teil, während der Campiglia um Jahrhunderte zurück versetzt wird. Dabei handelt es sich um ein begehrtes Volksfest zum feierlichen Antritt des Frühjahrs. Musikanten, Gaukler, Bogenschützenwettbewerbe und der Palio krönen die Veranstaltung.

Im August hingegen findet im ältesten Stadtteil Campiglias das Mittelalterliche Festmahl mit alten Rezepten und heutigen Eindrücken statt.

Der bezaubernde Ort Montescudaio liegt mit seinen knappen 2.000 Einwohnern eingebettet in die typische Toskana-Landschaft, zwischen den Hügeln und dem Meer.
Im Zentrum eines Gebiets von großem landschaftlichem und gastronomischem Interesse bietet sich die direkt an der Weinstraße gelegene Ortschaft als ideales Ausflugsziel für Wanderer und Radfahrer an und versetzt ihre Besucher mit ihren Gassen, Piazze und Palazzi in eine ganz besondere Stimmung.

Der Name Montescudaio entstammt dem Lateinischen "Mons scutorum", dem "Berg der Schilder" oder "der Schildträger", was auf die bedeutende militärische Rolle der Stadt hinweist, die sie bis ins Mittelalter hinein trug.

Es gibt aber noch viel ältere Spuren der Besiedelung dieses Gebiets, wie zum Beispiel die Urne aus dem 7. Jh. n. Chr. mit der darüber stehenden Trauerbank und der großen Vase, in der laut griechischem Brauch Wein mit Wasser vermengt wurden.

Wunderbar ist der Ausblick vom Platz vor dem Kloster, an der höchsten Stelle der Ortschaft. Unten weiter ist der 1920 auf den Resten eines viel älteren Gebäudes errichtete Palazzo Marchionneschi aufgrund seiner Architektur nennenswert.

Sehenswert ist auch Palazzo Ridolfi: Gegen Mitte des 17. Jahrhunderts war er die Jagdresidenz der Markgrafen Ridolfi aus Florenz.

Montescudaio bietet einen reichhaltigen Terminkalender mit vielen Initiativen, die neben den traditionellen Veranstaltungen unterstützt werden. Von Mai bis Dezember folgt ein Fest dem anderen: Musikfestivals, Gastronomieveranstaltungen, Verkostungen (der großartigen Doc di Montescudaio allen anderen voran), Initiativen und Kulturveranstaltungen.


Casale Marittimo, eine wunderbare Ortschaft hoch oben am Hügel Poggio del Pruno, bietet einen traumhaften Ausblick auf die Landschaft und bis hin zum tyrrhenischen Meer. Von hier aus sind auch die Inseln des toskanischen Archipels gut zu sehen: Elba, Gorgonia und Capraia.
Das besonders milde Klima hat bereits zu uralten Zeiten die Besiedelung dieses Gebiets begünstigt. Besonders interessant sind die Fundstücke der Etrusker-Nekropole in Casa Nocera mit Gräbern aus dem 6. und 7. Jh. v. Chr.
Das 1896 per Zufall entdeckte Grab ‘tomba a tholos’ aus dem 5. Jh. v. Chr. ist besonders berühmt. Dabei handelt es sich um ein Rundgrab mit 3,30 Metern Durchmesser mit einer fiktiven, mit Erde bedeckten Kuppel ("tholos").

Casale war auch während der römischen Epoche ein bekanntes Zentrum; von dieser Zeit sind Spuren einer bedeutenden Kaiservilla erhalten.
Der Stadtaufbau ist jener einer typischen, nach Kreisen gewachsenen Ortschaft.
Im Ort sind viele Bauten aufgrund ihrer Architektur sehr interessant, aus dem Mittelalter ist die in der Stadt eingebettete Burgruine erhalten.

Sehenswert ist die Casa del Camarlingo (dem Steuereintreiber, der direkt von Lehnherren benannt wurde). Sie steht als eines der ältesten Gebäude des Stadtkerns neben dem Uhrturm.

Der Palazzo della Canonica (Pfarrhaus) kann nach Genehmigung des Pfarrers besucht werden: hier sind interessante Fundstücke und unter anderem ein schöner Mosaikboden aus der römischen Epoche verwahrt.

In der Umgebung bieten sich dem Besucher zahlreiche Möglichkeiten: Viele landwirtschaftliche Betriebe, die großteils von jungen, leidenschaftlichen Unternehmern geleitet werden, bieten ihre Weine, Öle und typischen Produkte zur Verkostung an.
Die wunderschöne Landschaft, das bezaubernde Meer mit den langen Sandstränden, die tiefen Wurzeln in der Geschichte: Casale bietet für jedes Interesse etwas. Das ideale Ziel für alle Liebhaber von Gastronomie, Kunst, Archäologie und Kultur.

 
 
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